Zwei neue Chefärzte im Klinikum Freising

Montag 22. 9. 22. Sep 2025

Seit September hat der Fachbereich Anästhesie des Klinikums Freising mit Frau PD Dr. Daniela Hauer (46) eine neue chefärztliche Leitung erhalten. Die habilitierte Medizinerin ist Fachärztin für Anästhesie sowie für Intensiv-, Notfall- und Palliativmedizin und war zuletzt als Oberärztin Bereichsleitung des anästhesiologischen Außenbereichs des LMU Klinikums Innenstadt in München. „Das Klinikum Freising hat einen sehr guten Ruf und ich sah für mich eine berufliche Chance, die Abteilung erfolgreich in die Zukunft zu führen, mit all den Herausforderungen und Chancen, die diese mit sich bringt. Daher hat mich die neue Aufgabe sehr gereizt!“. Als Nachfolgerin von Dr. Christoph Metz, der kürzlich nach 24 Jahren am Klinikum in den Ruhestand gewechselt ist, leitet sie gleich drei Abteilungen: Anästhesie, Intensivstation und Palliativstation. „Für ein kommunales Haus ist es sehr außergewöhnlich, dass es das ganze Spektrum des Fachgebietes der Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerzmedizin und Palliativmedizin (AINSP) anbieten kann“, betont PD Dr. Hauer. Auch sei Freising dank ihres Vorgängers ein Vorreiter unter den Kliniken auf dem Gebiet der Regionalanästhesie (statt Vollnarkose).

Aktuelle Schwerpunkte ihrer neuen Tätigkeit sind die Digitalisierung der Abläufe insbesondere im OP und der Ausbau des Behandlungsspektrums in der Intensivmedizin sowie die Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen. „In den kommenden Jahren wird uns zudem der Umzug und Neubau der Intensivstation im Rahmen des Ausbaus des Klinikums beschäftigen sowie die Verlegung der Palliativstation aus dem Altbau in das Haupthaus. Hier müssen wir ganz besonders darauf achten, dass diese keiner gewöhnlichen Station gleicht, sondern einen angemessenen und komfortablen Charakter bekommt, der auch geschützte Rückzugsorte für Schwerstkranke bietet“. Weitere Themen der nächsten Zeit sind die Einführung zusätzlicher moderner Anästhesieverfahren sowie mittelfristig die Zertifizierung der Anästhesie und der Intensivstation.

Neuer Chefarzt der Hämatologie und Onkologie

Zum 1. September hat auch Herr Dr. Tobias Weiglein (42) die Position des Chefarztes der Abteilung für Hämatologie und Onkologie am Klinikum Freising übernommen. Er tritt die Nachfolge von Dr. Christoph von Schilling an, der in den Ruhestand geht, die Abteilung jedoch für eine Übergangszeit weiterhin unterstützt, um eine nahtlose Übergabe sicherzustellen. Dr. Weiglein ist Facharzt für Hämatologie und Onkologie sowie für Innere Medizin. Zuletzt war er Oberarzt an der Poliklinik III des Klinikums Großhadern (LMU München), wo er unter anderem das Tumorboard und die Early Clinical Trial Unit (ECTU) für frühe klinische Studien leitete. „Ich habe in Freising ein hochmotiviertes Team vorgefunden. Bis auf wenige hochspezialisierte Verfahren wie die CAR-T-Zelltherapie oder Stammzelltransplantationen können wir hier nahezu das gesamte Spektrum der modernen Hämatologie und Onkologie anbieten. Damit ist eine wohnortnahe und zugleich qualitativ hochwertige Versorgung gewährleistet“, betont Dr. Weiglein. Das Klinikum Freising pflegt zudem eine enge Zusammenarbeit mit den Münchener Universitätskliniken (LMU und TU), um Patientinnen und Patienten bei seltenen Erkrankungen ebenfalls eine optimale Behandlung auf höchstem Niveau zu ermöglichen.

Besonders beeindruckt zeigt sich der neue Chefarzt vom breiten Leistungsspektrum des Hauses: „Wir verfügen hier über ein sehr starkes chirurgisches Team unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Novotny, eine moderne Gastroenterologie und Gynäkologie sowie eine exzellente interventionelle Radiologie. Diese interdisziplinäre Vernetzung ist für die onkologische Versorgung von zentraler Bedeutung.“ Zu seinen vorrangigen Aufgaben in den kommenden Monaten zählt Dr. Weiglein die Verbesserung der ambulanten Versorgung – etwa durch eine intensivere Kooperation mit den niedergelassenen Praxen sowie die Optimierung der Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Betreuung. Mittelfristig wird zudem die Zertifizierung als „Krebszentrum“ angestrebt. Auch ein Ausbau der stationären Kapazitäten ist geplant, um künftig noch mehr Patientinnen und Patienten behandeln zu können. Angesichts des demografischen Wandels und der damit verbundenen Zunahme von Krebserkrankungen ist dies eine notwendige und vorausschauende Maßnahme.

„Wir schätzen uns glücklich mit Dr. Hauer und Dr. Weiglein zwei sehr erfahrene Mediziner für unsere vakanten Chefarztpositionen gefunden zu haben. Für den Landkreis ist es von entscheidender Bedeutung hoch qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Damit können wir auch künftig für eine zukunftsweisende und hoch spezialisierte medizinische Versorgung garantieren, was im Zuge der Krankenhausstrukturreform sehr wichtig ist“, freut sich Klinikums-Geschäftsführerin Maren Kreuzer.