Gynäkologie / Urologie
Die Abteilung für Gynäkologie am Klinikum Freising begleitet jährlich rund 1.500 Patientinnen mit hoher medizinischer Expertise und persönlicher Zuwendung. Unser Leistungsspektrum umfasst nahezu das gesamte Spektrum moderner Frauenheilkunde – sowohl operative als auch konservative Behandlungsmethoden – und orientiert sich stets an den neuesten medizinischen Standards.
Für die stationäre Versorgung stehen 30 Betten in freundlich gestalteten Zimmern zur Verfügung. Jedes Zimmer ist mit eigenem Bad, Telefon, TV und Internetzugang ausgestattet und bietet damit zeitgemäßen Komfort für einen angenehmen Aufenthalt.
Darüber hinaus verfügt unsere Abteilung über ein modernes Ambulantes Operationszentrum (AOZ). Sollte sich während eines Eingriffs zeigen, dass eine stationäre Betreuung sinnvoll ist, ermöglichen wir eine nahtlose Aufnahme auf die Station – für maximale Sicherheit, Flexibilität und eine individuell abgestimmte Behandlung.
Behandlungsschwerpunkte und ambulante Operationen
Behandlungsschwerpunkte der stationären Gynäkologie
Unsere stationäre Gynäkologie bietet ein breites Spektrum moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren. Dabei verbinden wir hohe medizinische Fachkompetenz mit schonenden Methoden, um unseren Patientinnen die bestmögliche Versorgung und größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.
Unsere Schwerpunkte im Überblick:
- vaginale und abdominale Operationen, Gebärmutteroperationen
- operative Behandlung der weiblichen Harninkontinenz und die Therapie von Senkungszuständen des Genitale (Harninkontinenz/Beckenboden)
- minimal invasive Eingriffe durch Bauch- oder Gebärmutterspiegelungen Laparoskopie/Hysteroskopie
- operative Eingriffe bei bösartigen Erkrankungen der Brust
- operative Eingriffe bei bösartigen Erkrankungen des weiblichen Genitale (Genitalkarzinome)
Ambulante Operationen
- Ausschabungen (mit diagnostischer Hysteroskopie)
- Abrasio bei Fehlgeburt
- Hysteroskopische OP-Möglichkeiten: Überprüfung des Tubenfaktors bei unerfülltem Kinderwunsch, gezielte Abtragung von intrakavitär liegenden Myomen, Abtragung der gesamten Gebärmutterschleimhaut
- Konisation (Gewebeentnahme bei auffälligem Krebs-Abstrich)
- Kleine Mamma-Chirurgie
- Laparoskopische OP-Möglichkeiten: Überprüfung des Tubenfaktors bei unerfülltem Kinderwunsch, Sterilisation, Diagnostische Laparoskopie
- Narbenkorrekturen
- Operationen von Bartholini-Zysten und Marsupialisation bei Bartholini-Abszess
- Plastische Rekonstruktionen im äußeren Genitalbereich (Hymenalsaumspaltung bzw. -rekonstruktion, Labienplastiken, plastische Rekonstruktionen von Genitalverstümmelungen.
Dysplasie-Sprechstunde
Wenn bei Ihnen im Rahmen der Früherkennung im HPV-Test oder im Zellabstrich (PAP-Test) Hinweise auf Auffälligkeiten festgestellt wurden, ist das zunächst kein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen handelt es sich um gutartige Veränderungen, die keine sofortige Behandlung erfordern.
Um jedoch Klarheit zu schaffen und eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen, empfehlen wir eine Kolposkopie. Dabei wird der Gebärmutterhals mithilfe eines speziellen Geräts unter Vergrößerung genau betrachtet.
In unserer spezialisierten Dysplasie-Sprechstunde nehmen wir uns Zeit für die Untersuchung und für Ihre Fragen – damit Sie Sicherheit und Gewissheit gewinnen.
Ablauf der Untersuchung:
Nach der Besprechung Ihrer bisherigen Befunde erfolgt die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane, der Scheide und des Gebärmutterhalses. Dabei nutzen wir ein spezielles Untersuchungsgerät, das Kolposkop – eine stark vergrößernde Lupe mit Beleuchtung. Mit Hilfe verschiedener Färbetechniken können mögliche Veränderungen der Schleimhaut sichtbar gemacht werden. Gegebenenfalls werden kleine Gewebeproben (Biopsien) entnommen. Dieser Eingriff ist kurz und in der Regel nicht schmerzhaft.
Die Biopsie liefert wichtige Informationen darüber, ob eine Gewebeveränderung (Dysplasie) vorliegt und wie ausgeprägt diese ist. Ob und wann eine Behandlung erforderlich wird, hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Ein solcher Befund bedeutet keinen Notfall – wir informieren Sie umfassend über die Ergebnisse und besprechen mit Ihnen die für Sie passende Empfehlung.
Die weitere Behandlung oder notwendige Kontrollen stimmen wir anschließend gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt ab.
Entfernung von Veränderungen:
Auf Wunsch kann die empfohlene Operation auch ambulant bei uns erfolgen. Dabei kümmern wir uns um alle notwendigen Vorbereitungen und begleiten Sie verlässlich durch den gesamten Ablauf – damit Sie sich gut aufgehoben fühlen.
HPV-Impfung:
Nach Entfernung des erkrankten Gewebes ist der Gebärmutterhals mit hoher Wahrscheinlichkeit frei von Viren. Eine HPV-Impfung kann das Risiko einer erneuten Infektion deutlich senken. Sie schützt vor den wichtigsten Hochrisiko-HPV-Typen, kann jedoch eine bereits bestehende Infektion nicht heilen. Gerne beraten wir Sie individuell, wann eine Impfung für Sie sinnvoll ist.
Weitere externe Informationen:
Erklärvideo: Gynäkologie und Krebsbehandlung
In ausführlichen Videos stellen wir Ihnen auf den Fachbereichsseiten der Hämatologie und Onkologie, der Gynäkologie, der Radiologie und des Darmzentrums die Hilfen und Therapien im Klinikum Freising vor, mit denen wir Krebskranke heute unterstützen können. Dr. Dario Vincenti, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikums Freising, erläutert die Therapien des Fachbereichs.
Urologie am Klinikum Freising
Urologische Kompetenz für Frauen und Männer
Unser Haus bietet eine umfassende urologische Versorgung – mit Sprechstunde, Konsiliar- und Notfallversorgung über alle Fachabteilungen hinweg.
Neben der ambulanten Sprechstunde stellen wir die konsiliarische Mitbetreuung stationärer Patientinnen und Patienten sicher und gewährleisten die urologische Notfallversorgung dort, wo sie gebraucht wird. Von der Abklärung gutartiger Prostatavergrößerungen über moderne, schonende Operationsverfahren bis zur akuten Harnableitung: Bei uns erhalten Sie urologische Diagnostik und Therapie auf fachärztlichem Niveau – wohnortnah und interdisziplinär vernetzt.
Konsiliar- und Notfallbetreuung:
Die urologische Expertise steht allen Fachabteilungen unseres Hauses zur Verfügung. Stationäre Patientinnen und Patienten mit urologischen Begleiterkrankungen oder akuten Komplikationen werden direkt am Krankenbett mitbeurteilt und behandelt – ohne Verlegung, ohne Zeitverlust. Das gilt insbesondere für urologische Notfälle wie Harnverhalt, Steinkoliken oder Harnstauungsnieren.
Unsere Behandlungsschwerpunkte:
- Gutartige Prostatavergrößerung (Benignes Prostatasyndrom) – von der medikamentösen Therapie bis zur operativen Behandlung mittels moderner Wasserdampfablation oder transurethraler Resektion (TUR Prostata)
- Harnblasentumoren – Diagnostik und transurethrale Resektion (TUR Blase)
- Erkrankungen des äußeren Genitales – u. a. Hydrocelenresektion und Circumcision
- Harnleitersteine – Steinbehandlung bei akuten und chronischen Beschwerden
- Harnableitung – Anlage suprapubischer und transurethraler Blasenkatheter, Harnleiterschienen sowie perkutane Nephrostomie
- Urologische Notfallversorgung – schnelle Harnableitung und Akutbehandlung im Notfall
Oberarzt
Matthias Linges
Facharzt für Urologie
Als Oberarzt und Facharzt für Urologie erweitert Matthias Linges das breite Leistungsspektrum des Klinikums Freising um die urologische Kompetenz. Er verantwortet die urologische Versorgung in unserem Haus – von der ambulanten Sprechstunde über die konsiliarische Mitbetreuung stationärer Patientinnen und Patienten bis zur urologischen Notfallversorgung.
Besonders am Herzen liegt ihm die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen: Kurze Wege, direkte Abstimmung und Behandlung am Krankenbett statt Verlegung – davon profitieren Patientinnen und Patienten im gesamten Haus.
Kontakt, Terminvereinbarung und Sprechstunden
Sekretariat
Andrea Janorschke
Telefon: 08161 24 - 3068
Fax: 08161 24 - 3065
E-Mail: gynaekologie(at)klinikum-freising.de
Lage: Sie finden uns in der internistischen Chefarztspange im EG des Klinikums
Sprechstunden:
- Sprechstunde für gynäkologische / geburtshilfliche Patientinnen:
nach telefonischer Vereinbarung - Dysplasie-Sprechstunde:
nach telefonischer Anmeldung
Aufgrund des hohen telefonischen Anfragenaufkommens kann es zu Wartezeiten kommen. Wir möchten Sie als niedergelassene Praxis oder als Patientin daher bitten, sich gerne auch per E-Mail an uns zu wenden unter: gynaekologie(at)klinikum-freising.de. Vielen Dank.
Gynäkologische oder geburtshilfliche Notfälle:
- Bitte wenden Sie sich bei gynäkologischen Notfällen direkt an die Zentrale Notaufnahme des Klinikums Freising
- Bei geburtshilflichen Notfällen, Rückfragen oder Problemen kontaktieren Sie bitte den Kreißsaal unter: 08161 24 - 4530 oder 08161 24 - 4521