Schlaganfallstation

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall!

Anzeichen eines Schlaganfalls sind akut aufgetretene neurologische Ausfälle und Symptome. Dazu gehören Lähmungen, Einschränkungen des Gefühls, Sprach- oder Sprechstörungen, Sehstörungen, Kopfschmerzen oder Bewusstseinsstörungen.

  • Lähmungen können eine Körperseite, aber auch nur einzelne Extremitäten oder eine Gesichtsseite betreffen.
  • Gefühlsstörungen, wahrgenommen als Taubheit wie nach einer Lokalanästhesie beim Zahnarzt, als „Ameisenlaufen" oder als „Kribbeln" können die gleiche Verteilung haben.
  • Sprachstörungen führen zu einer Einschränkung des Verständnisses von Sprache, aber auch zu Defiziten hinsichtlich des Sinns des Gesagten, z.B. reden die Betroffenen einen „Wortsalat" oder sind stumm.
  • Sprechstörungen führen dazu, dass das Gesprochene undeutlich „verwaschen" bis unverständlich wird.
  • Sehstörungen können die Erblindung auf einem Auge, Doppelbilder oder Gesichtsfeldeinschränkungen bedeuten.
  • Die Schlaganfall-Symptome können flüchtig auftreten, z.B. nur für wenige Minuten, oder aber dauerhaft bleiben.

Die schnellstmögliche Behandlung erreichen Sie durch die telefonische Alarmierung des Rettungsdienstes (Telefon 112). Der selbständige Transport in die Klinik oder Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt führen in der Regel zu Zeitverlusten.

Das Team der Stroke Unit des Klinikums Freising kümmert sich seit vielen Jahren um die Versorgung von Schlaganfall-Patienten. Ihre Zertifizierung als „telemedizinisch vernetzte Stroke-Unit" durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) stellt dabei sicher, dass sämtliche Prozesse, die Diagnostik und Organisation strengen Vorgaben entsprechen und praxiserprobt sind.

Zertifikat der Stroke Unit des Klinikums Freising

Die Schlaganfallstation befindet sich in unmittelbarer Nähe zu allen wichtigen Notfallbereichen des Klinikums Freising. Sie beherbergt in ihren Räumen auch die zertifizierte "Chest Pain Unit", die sich um Patienten mit lebensbedrohlichen Brustbeschwerden (Herzinfarkt) kümmert. 

Das Klinikum Freising ist Partner im Schlaganfallnetzwerk TEMPiS. Dies ermöglicht, dass Schlaganfallpatienten jederzeit fachärztlich-neurologisch untersucht werden können, entweder durch einen Neurologen im Klinikum Freising oder telemedizinisch über eine Videokonferenz durch einen Neurologen des Klinikums München-Harlaching oder der Universität Regensburg.

Zudem hat sich das Klinikum Freising an dem Projekt "Flying Intervention Team" beteiligt. Ist die Entfernung lebensgefährlicher Blutgerinnsel indiziert (Thrombektomie), kann in kurzer Zeit per Hubschrauber ein Team bestehend aus neuroradiologischen Interventionalist*innen und Angiographieassistent*innen vom Klinikum Harlaching eingeflogen werden.

Weiterführende Informationen:

Kardiologie und Pneumologie
Notaufnahme

Einfliegen eines interventionellen Neuroradiologen

Projekt-Mitglieder des "Flying Intervention Team" vor dem Klinikum Freising

Behandlung

Ziele der akuten Schlaganfallbehandlung sind die Klärung, ob die Wiedereröffnung eines verschlossenen Gefäßes möglich und sinnvoll ist, die Vermeidung vom Komplikationen (z.B. Lungenentzündung nach Verschlucken) sowie die Klärung und Behandlung der auslösenden Ursache. Das Team der Schlaganfallstation setzt sich zusammen aus Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern, einer Logopädin, einer Physiotherapeutin, einem Ergotherapeuten sowie der Patientenberatung.

Die Vorbereitungen für die Behandlung eines Schlaganfallpatienten beginnen bereits während des Transports ins Klinikum Freising. Hier wird die Computertomographie freigehalten, ein Überwachungsbett bereitgestellt und der Patient mit Notarzt von den notwendigen Fachärzten in der Notaufnahme erwartet. Nach der Blutentnahme und der Computertomographie wird der Patient auf die Schlaganfallstation gebracht.

Dort kann nach Nutzen-Risiko-Abwertung eine systemische Thrombolyse durchgeführt werden, d.h. bei Vorliegen eines Gefäßverschlusses lässt sich dieser innerhalb der ersten 4,5 Stunden medikamentös auflösen.

Weitere akut-medizinische ärztliche Aufgaben umfassen die Diagnose von parallelen Erkrankungen, z.B. Herzinfarkt, Herzklappenentzündung sowie die Festlegung der Therapie in der Akutphase. Das können z.B. die Behandlung von Blutzuckerentgleisungen, die Festlegung der Medikation zur Verhinderung weiterer Schlaganfälle sowie die regelmäßige Kontrolle des neurologischen Befundes sein.

Unser Team der Schlaganfallstation

Dr. Roland Brückl

Chefarzt
Dr. Roland Brückl

Oberärztin
Dr. Carolin Adldinger
Neurologin

Dr. Stephan Hofer

Oberarzt und Leiter Schlaganfallstation
Dr. Stephan Hofer
Neurologe

Oberärztin
Dr. Angela Griener
Neurologin

Stationsleitung
Ulrike Körner

Kontakt und Organisatorisches

Klinikum Freising
Schlaganfallstation
Telefon: 08161 24 - 4132
Fax: 08161 24 - 4139
E-Mail: schlaganfallstation@klinikum-freising.de

Ingrid Frühbeis

Sekretariat Kardiologie
Ingrid Frühbeis
Telefon: 08161 24-4303
Fax: 08161 24-3613

Besuchszeiten für Angehörige

täglich 14.30 Uhr - 19.00 Uhr

Sprechzeiten der Stationsärztin / des Stationsarztes

werktäglich 14.30 Uhr - 15.00 Uhr