Zentrale Notaufnahme - Proben für den Katastrophenfall
Montag 30. 9. 30. Sep 2024
Kürzlich probten die Hilfsorganisationen des Landkreise Freising und das Klinikum am Beispiel "Waldbrand" den Ernstfall. Die Wahl fiel auf dieses Szenario, da die Wald- und Flächenbrände der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass hier ein großes Gefahrenpotential besteht. Im Katastrophenfall müssen in kurzer Zeit Entscheidungen getroffen und Strukturen aufgebaut werden.
Um dieses Szenario zu trainieren, fand am Samstag, den 28. September 2024, von den Morgenstunden bis zum frühen Nachmittag im Bayerischen Staatsforst Freising eine Katastrophenschutzübung zur Waldbrandbekämpfung statt. Die Hilfsorganisationen übten an diesem Tag einen Großschadenslage im Wald. Ziel war es, das Zusammenspiel der Einheiten der Gefahrenabwehr und die sichere Kommunikation zwischen den beteiligten Organisationen wie dem Klinikum Freising und dem BRK sowie den Behörden zu trainieren.
Die Übung fand bewusst parallel zum laufenden Betrieb der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Freising statt, um ein möglichst realitätsnahes Szenario zu haben. Vorab wusste das Team um Chefarzt Martin Kawald und Stationsleiterin Grit Weichhart daher weder, wann und wie viele „Verletzte“ der Übung kommen würden noch wie schwer ihre Verletzungen sein würden. Vielmehr gingen im Laufe des Vormittags über die Integrierte Leitstelle IVENA-Meldungen ein, die Rettungswäge fuhren vor und es musste das übliche Notfallprozedere bis zur Weiterleitung der Patienten in die notwendige Versorgungsstruktur durchgespielt werden. Parallel dazu übernahm Dr. Christian Fiedler, Leiter Medizinische Prozesse und Klinikorganisation sowie Klinikhygiene, die Rolle der „Klinikleitung“ bei der Kommunikation zwischen den Beteiligten Hilfsorganisationen.
Nach der Simulation wurden die Beteiligten der Rettungsdienste und die Statisten vor Ort mit Kaffee und einem kleinen Imbiss im Klinikum versorgt. Später am Tag fand dann in Marzling eine gemeinsame Abschlussveranstaltung aller Organisationen statt, auf der die Ergebnisse der Katastrophenschutzübung besprochen wurden. „Die Übung war sehr nützlich und fürs Team ein Erfolg“, betont Chefarzt Martin Kawald. Besonders sei dabei erwähnt, dass einige Mitarbeitende extra aus dem Frei hinzugekommen waren, um ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Übung zu unterstützen.