Großes Interesse an Freisinger Kolloquium zur Gastroenterologie

Dienstag 14. 2. 14. Feb 2017

Welche neuen Therapiemöglichkeiten gibt es bei schweren Entzündungen der Bauchspeicheldrüse? Was kann hochspezialisierte Chirurgie bei Lebermetastasen leisten? Mit solchen und anderen Fragen rund um Erkrankungen des Bauchraums haben sich am Samstag (4. Februar) Mediziner beim „26. Freisinger Kolloquium" beschäftigt.

Auf Einladung von Professor Dr. Ewert Schulte-Frohlinde, Chefarzt für Gastroenterologie am Klinikum Freising, waren fünf national und international renommierte Referenten nach Freising gekommen. „Das Freisinger Kolloquium zur Gastroenterologie hat sich zu einer festen Größe in der Fachwelt entwickelt. Dass wir heuer rund 100 Teilnehmer, bestehend aus niedergelassenen Ärzten sowie Krankenhausärzten aus der Region, begrüßen durften, kommt unseren Patientinnen und Patienten zugute. Sie profitieren vom fachlichen Wissensaustausch", sagte Gastgeber Prof. Dr. Schulte-Frohlinde. Er referierte zu neu erstellten Grundregeln und Prinzipien bei Diagnostik und Therapie gastroenterologischer Erkrankungen.

Professor Dr. Hans J. Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie am Universitätsklinikum Regensburg, zeigte dabei die Möglichkeiten einer hochspezialisierten Chirurgie bei Tumorerkrankungen mit Lebermetastasen auf. Frau Professor Dr. Julia Mayerle vom Klinikum Großhadern berichtete über seltene Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Sie machte klar: Nicht immer sind Gallensteine oder Alkohol der Auslöser. Über die Antibiotikabehandlung von Beschwerden im Bauchraum sprach Professor Dr. Bernd Salzberger, Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg.

Professor Dr. Wolfgang Huber, Leiter der Intensivstation am Klinikum rechts der Isar, stellte die Therapiemöglichkeiten bei schwerer Bauchspeicheldrüsenentzündung dar. Er plädierte für eine spezialisierte Intensivmedizin, die zu besseren Therapieergebnissen führt. Professor Dr. Christian Prinz, Direktor der Medizinischen Klinik 2 am Helios-Klinikum Wuppertal, beleuchtete die Vor- und Nachteile einer sogenannten Protonenpumpeninhibitor-Therapie. Diese Behandlung mit starken Hemmern, so Prinz, dürfe aufgrund potentieller Nebenwirkungen nicht unkritisch über längere Zeit verordnet werden.

Im Anschluss an die Fachvorträge nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Besonders die praxisnahe Vermittlung der Inhalte wurde dabei von zahlreichen Zuhörern gelobt.