Zertifiziertes Umweltmanagement spart Energie, Wasser und Müll

Donnerstag 12. 3. 12. Mär 2026

 

Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (Eco-Management and Audit Scheme, EMAS) ist ein von den Europäischen Gemeinschaften 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Die Geschäftsführung des Klinikums Freising hat jetzt dieses moderne umweltpolitische Instrument erfolgreich etabliert. Zuvor war das Klinikum Freising im Juni 2025 offiziell validiert und im November 2025 in das EMAS-Register aufgenommen worden. Dieser Tage erfolgte abschließend die Übergabe der EMAS-Tafel durch Susanne Kneißl-Heinevetter, Referentin Umweltmanagementsysteme, von der IHK München und Oberbayern als zuständige EMAS-Registrierstelle. „Für das Klinikum Freising spielt der Umweltschutzgedanke im Rahmen des wirtschaftlichen Handelns eine wichtige Rolle. Wir befürworten alle sinnvollen Maßnahmen, welche die Umwelt schützen sowie den betrieblichen Umweltschutz verbessern, bei gleichzeitig Einhaltung der Hygienevorgaben der Patientensicherheit“, so Frau Maren Höntzsch, Geschäftsführerin des Klinikums Freising.

Bereits hohe Einsparungen bei Energie und Wasser

Der Schwerpunkt der ökologischen Maßnahmen im Klinikum Freising liegt auf den Bereichen Abfall- und Energieeinsparung. So wird beispielsweise bei Bauvorhaben auf Energieeffizienz geachtet und generell der Verbrauch und die Wiederverwendung von Materialien und Ressourcen laufend überprüft. Schon nach einem Jahr sind die Einsparungen erheblich, wie Ludger Reuter, Leiter der Technik, nachweisen kann: „Allein durch den Einbau von LED-Leuchten in nur einem Gebäudeflügel konnten wir in 2025 bereits 68.000 Kilowattstunden einsparen. Ferner wurde die Bettenwaschanlage in 2025 erneuert. Der dafür benötigte Dampf wird nun nicht mehr mittels eines Heizöl-betriebenen Dampfkessels erzeugt, was aufgrund der extrem hohen Verlustwärme sehr ineffizient war, sondern mit einem eigenen, energieeffizienteren Dampferzeuger über Strom. Massiv gesunken durch die neue Anlage sei zudem der Wasserverbrauch: „Allein durch den Wegfall des Dampferzeugers, die moderne Technik der Bettenwaschanlage (ca. 50% Wasserersparnis pro Waschgang) und die seit 2024 in Betrieb genommene Bandspülmaschine in der Großküche konnten wir den Wasserverbrauch im Gesamthaus um rund 25% bzw. 15.000 Kubikmeter senken“. Weitere Beispiele sind die technische Erneuerung und Prozessoptimierung der Küche des Klinikums, durch die in 2025 Einsparungen von rund 385.000€ gegenüber 2023 erzielt wurden, und die jetzt gezielte Sammlung von nicht-kontaminiertem Plastikmüll für das Recycling.  

Umweltgruppe im Klinikum Freising

Um den EMAS-Gedanken weiterzuführen und in der Organisation zu etablieren, existiert im Klinikum Freising mittlerweile eine Umweltgruppe unter der Leitung der Umweltmanagementbeauftragten Dr. Andrea Stege. „Neben regelmäßigen Besprechungen vor Ort zum Thema Energie und Ressourcen ermutigen wir unsere Mitarbeitenden, ihre Ideen einzubringen, z.B. über das interne Vorschlagswesen. So sind schon viele neue Maßnahmen initiiert worden“, freut sich Frau Dr. Stege.