25 Jahre Lymphangiologie im Landkreis Freising
Mittwoch 30. 7. 30. Jul 2025
Alles begann am 1. Januar 2000 mit der Eröffnung der Abteilung für lympangiologische Patienten im Moosburger Krankenhaus, eine damalige Filiale des Freisinger Klinikums, durch Herrn Dr. Roman Strößenreuther. Schnell wurde der Bedarf so groß, dass immer mehr Therapeuten eingestellt und die Bettenzahl auf 20 verdoppelt werden musste. Die Abteilung für Lymphangiologie arbeitet nach dem Konzept der sogenannten komplexen physikalischen Entstauungstherapie nach Professor Dr. Michael Földi. Das Konzept sieht ein- bis zweimal täglich durchgeführte manuelle Lymphdrainage vor, individuell angelegte Kompressionsbandagen, Hautpflege, Entstauungsübungen und Schulungen in Selbstbehandlungsmaßnahmen.
Umzug von Moosburg nach Freising
Nach der Schließung des Moosburger Krankenhauses zog die Lymphangiologie im Januar 2003 in die Domstadt. Nachfolger von Dr. Roman Strößenreuther, der im Mai 2008 verstarb, war für kurze Zeit Dr. Sören Sörensen, auf den als Sektionsleitung die Ärztin Birgit Fosso folgte, die bis heute das Team aus Therapeuten und Pflegefachkräften koordiniert. Organisatorisch ist die Lymphangiologie Teil des Fachbereichs der Kardiologie/Inneren Medizin und Leitung von Chefarzt Dr. Roland Brückl. Frau Fosso setzte sich seither unermüdlich für den Fortbestand der lymphangiologischen Abteilung im Klinikum Freising ein, trotz aller Widrigkeiten wie z.B. der zurückliegenden Corona-Pandemie.
Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland
Die Nachfrage ist ungebrochen, nicht zuletzt, da es im gesamten bayerischen Raum kaum Möglichkeiten einer akutstationären komplexen physikalischen Enstauungstherapie (KPE) nach Földi gibt. „Dieses Jahr hatten wir schon eine Patientin aus Flensburg und die Wartezeit auf einen Therapieplatz liegt im Schnitt bei acht Wochen, so Frau Fosso. Neben der stationären Versorgung gibt es zudem eine ebenfalls stark nachgefragte lymphangiologische Ambulanz. In der ambulanten Sprechstunde wird zunächst die Diagnose gestellt und zusammen mit den Patientinnen und Patienten eine Therapiestrategie festgelegt - sei es durch ambulante Maßnahmen oder eine geplante stationäre Aufnahme. „Die Menschen nehmen nicht selten einen mehrstündigen Anfahrtsweg in Kauf, da es auch an ambulanten Angeboten in Bayern fehlt“. „Wir freuen uns, den Patientinnen und Patienten dieses Behandlungsspektrum so umfangreich anbieten zu können. Insbesondere die stationäre Versorgung stellt eine sinnvolle Ergänzung unseres Therapieangebots dar“, so Klinikum-Geschäftsführerin Maren Kreuzer.