Klinikum Freising und BRK veranstalten zweites Notfallsymposium
Dienstag 15. 4. 15. Apr 2025
Auf großes Interesse stieß kürzlich das zweite Netzwerktreffen der Expertinnen und Experten in der Notfallversorgung. Die von der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Freising und dem BRK Freising organisierte Veranstaltung diskutierte zugleich wichtige organisatorische und fachliche Themen des Rettungsalltags.
Zum Auftakt ging es um die praktische Umsetzung der seit 2020 empfohlenen strukturierten Voranmeldung von Patientinnen und Patienten durch die Rettungsdienste mit Hilfe von Tracer-Diagnosen. Ziel ist, wichtige Informationen über Erkrankte mit den Tracer-Diagnosen Reanimation, Polytrauma A/B, schweres Schädelhirntrauma, Schlaganfall, ST-Hebungsinfarkt (STEMI), akute GI-Blutung, Sepsis und weitere Zustandsbilder mit Schockraumindikation an die Notaufnahmen zu übermitteln. Hierzu erläuterte stellvertretend Dr. Stefan Hofer, Neurologe und Leiter der Stroke Unit des Klinikums Freising, die vielfältigen und komplexen Ausprägungen von Schlaganfällen bzw. von Fehldiagnosen, die im Rettungsalltag Probleme machten und manchmal zu unnötigen stationären Einweisungen führten. Phillip Lossie, Pfleger in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Freising, und BRK-Notfallsanitäter Lukas Griebel, warben für das SINNHAFT-Schema, das eine strukturierte Vorgehensweise für eine „g´scheide Übergabe“ beschreibt. Weitere Referenten waren Dr. Sebastian Lumera, Assistenzarzt der Unfallchirurgie des Klinikums Freising, zu Sprunggelenksfrakturen, Dr. Moritz Lukas, Oberarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Freising, zum umstrittenen Wirkstoff Metamizol, sowie Dr. Jannis Wagner, leitender Oberarzt der Kardiologie des Klinikums Freising, mit einer Fallbesprechung.
„Wir sind überwältigt von dem Zuspruch, den das Notfallsymposium bereits im zweiten Jahr erhält. Es zeigt uns, dass wir hier ein wichtiges regionales Forum für die bessere Zusammenarbeit und das Verständnis füreinander etabliert haben“, freuten sich Initiator Martin Kawald, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Freising, und Hubert Böck, Leiter des BRK-Rettungsdienstes Freising. Auch 2026 soll es daher weitergehen und neben der engen Vernetzung aller Akteure weitere kritische Themen diskutiert werden.