Neuer Chefarzt Dr. Brückl: "Vom Engagement des gesamten Teams bin ich begeistert"
Dienstag 25. 4. 25. Apr 2017
Herr Dr. Brückl, welchen ersten Eindruck haben Sie von Ihrem neuen Arbeitsumfeld gewonnen?
„Ich bin nach den Eindrücken der ersten Wochen positiv gestimmt. Von meinem Vorgänger Dr. Karl Giso Mackes übernehme ich eine Abteilung, die gut aufgestellt ist. Vom Engagement der gesamten Mannschaft bin ich angetan. Es wird investiert, das kommt den Patienten genauso zugute wie der Kontakt des Klinikums zu den niedergelassenen Ärzten. Diese Zusammenarbeit ist mir ebenso wichtig wie die mit dem Rettungsdienst."
Was haben Sie für Pläne für die Kardiologie und Pneumologie?
„Die wichtigste Aufgabe ist, dass wir jederzeit Herzinfarkt-Patienten versorgen können. Dazu zählt der gesamte Ablauf von der Aufnahme bis zur Intensivstation. Ich weiß, dass man als Chefarzt allein gar nichts reißen kann. Wir brauchen eine gute Mannschaft, sowohl Ärzte als auch Pfleger. Unsere jungen Ärzte sollen deshalb zügig ihre Weiterbildung vom „Arzt für Innere Medizin" bis hin zur Zusatzbezeichnung „Kardiologe" erwerben können. Auch die pflegerische Seite möchte ich unterstützen, trotz der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt qualifizierte Kolleginnen und Kollegen für uns zu begeistern, denn nur mit guten Pflegekräften funktioniert ein Krankenhaus."
Herzleiden ist eine Volkskrankheit. Welche Entwicklungen können Sie da ausmachen?
„Das Bewusstsein für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist definitiv gestiegen. Daran hat die Deutsche Herzstiftung einen großen Anteil. Aber da muss trotzdem weiter Aufklärungsarbeit geleistet werden. Dabei spielen Selbsthilfegruppen vor Ort eine große Rolle. Auch künftig wird es zudem so sein, dass immer mehr kardiologische Leistungen ambulant und nicht mehr stationär erbracht werden. Darauf möchte ich das Klinikum Freising gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen weiter vorbereiten."
Was ist Ihr Spezialgebiet?
„Ich beschäftige mich unter anderem mit der Behandlung von chronischen Koronarverschlüssen, also dem Verschluss der Herzkranzgefäße. Auch die Kooperation mit einem Herzzentrum zur Durchführung von minimal-invasiven Eingriffen an Herzklappen möchte ich hier gerne vorantreiben."
Was verbinden Sie mit Freising?
„Ich bin der Region sehr verbunden, seit meiner Kindheit lebe ich in Erding, wo ich mich gesellschaftlich und sozial engagiere. In Freising habe ich meinen Wehrdienst geleistet und im damaligen Freisinger Kreiskrankenhaus 1980 mein Pflegepraktikum gemacht. Ich hätte eine Chefarztstelle nicht angetreten, wenn sie nicht in meiner Heimatregion gewesen wäre."