Klinikum Freising: Pflegeschüler haben auf der B3 alles im Griff

Dienstag 27. 3. 27. Mär 2018

Was bedeutet es, als Kranken- und Gesundheitspfleger auf einer Krankenhausstation zu arbeiten? Bis kurz vor Ostern haben die 20 Schüler des diesjährigen Examenskurses der Berufsfachschule für Krankenpflege momentan die Möglichkeit, das unter realen Bedingungen nicht nur zu erleben, sondern auch mitzugestalten. Neben der Pflege der Patienten schließt das auch die Zusammenarbeit mit den Ärzten ein und geht bis hin zum Verbrauch von Kugelschreibern und Mineralwasser, der für Nachbestellungen im Auge behalten werden muss.

2016 fand dieses für den Theorie-Praxis-Transfer wichtige Ausbildungsmodul erstmals am Klinikum Freising statt – mit Erfolg. Es bietet seitdem den Auszubildenden im dritten Lehrjahr die Möglichkeit, verantwortungsvolles und selbständiges Arbeiten auf der allgemeinchirurgischen Station zu lernen. Die Patienten geben dafür ihr Einverständnis. Außerdem wird der Examenskurs von speziell geschulten Pflegekräften, den sogenannten Praxisanleitern, begleitet. Diese halten sich ebenso wie die Lehrer der Berufsfachschule zwar im Hintergrund, stehen bei Bedarf aber mit Rat und Tat zur Seite. Grundsätzlich organisieren die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger die Schulstation weitestgehend eigenständig.

Dazu gehört auch die intensive Vorbereitung. Welche Krankheitsbilder kommen typischerweise auf der Station vor? Wie sieht der Dienstplan aus? Wie können die Mitschüler von den eigenen Erfahrungen profitieren? Der Examenskurs hat sich seit Januar in Arbeitsgruppen unter anderem mit diesen Aspekten seines praktischen „Meisterstücks" beschäftigt. Schon im Vorfeld wurde den Nachwuchspflegekräften dabei klar: Eine Krankenhausstation rund um die Uhr im Griff zu haben ist viel Arbeit, die nur im Team gelingt.

„Für unsere Schülerinnen und Schüler ist die Schulstation gleichzeitig eine Herausforderung und eine große Chance: Sie arbeiten nicht bloß mit, sondern tragen schon ein Stück Verantwortung", sagt Eva Gall, Leiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege der Klinikum Freising GmbH. „Deshalb ist die Schulstation eine gute Vorbereitung auf das Examen und ein ganz großer Schritt in den späteren Berufsalltag."

Während der Schulstation sind die Schüler des Examenskurses auch zuständig für die Zusammenarbeit mit den jüngeren Kollegen aus dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr sowie mit den ebenfalls in Ausbildung befindlichen Krankenpflegehelfern. Das heißt: Alle Abläufe im Blick haben, ansprechbar sein und bei Bedarf selber helfen – ganz wie es im normalen Stationsbetrieb eben auch läuft.

„Die Schulstation hat sich im Klinikum Freising zum festen und wichtigen Ausbildungsbestandteil entwickelt, der von allen Berufsgruppen getragen wird", sagt Andreas Holzner, Geschäftsführer der Klinikum Freising GmbH. „Dafür danke ich dem Lehrerteam sowie der pflegerischen und ärztlichen Leitung der Station B3 ganz herzlich. Und unseren Schülerinnen und Schülern wünsche ich neben zwölf lehrreichen Tagen auch viel Spaß bei ihrer wichtigen Arbeit."

Eindrücke von der Schulstation gibt es bei facebook.