Freisinger Kolloquium bringt Mediziner auf den neuesten Stand

Mittwoch 14. 2. 14. Feb 2018

Was muss bei chronischen Darmerkrankungen beachtet werden? Welche neuen Therapien gibt es bei der Behandlung von Erkrankungen der Gallenwege? Mit solchen und anderen Fragen rund um Erkrankungen des Bauchraums haben sich am Samstag (3. Februar 2018) Mediziner beim „27. Freisinger Kolloquium" beschäftigt.

Auf Einladung von Professor Dr. Ewert Schulte-Frohlinde, Chefarzt für Gastroenterologie am Klinikum Freising, referierten acht Experten aus Deutschland und Österreich in Freising. Rund 70 niedergelassene Ärzte und Mediziner aus Krankenhäusern der Region nutzten die Gelegenheit, um sich in ihrem Fachgebiet auf den neuesten Stand zu bringen. „Die medizinischen Fortschritte und Erkenntnisse unterschiedlicher Fachrichtungen beeinflussen sich häufig gegenseitig. So kommen in der Gastroenterologie zum einen neue medikamentöse sowie endoskopische Behandlungen zum Einsatz. Zum anderen ändern sich auch die Therapieweisen", sagte Gastgeber Prof. Dr. Schulte-Frohlinde.

Sein Deggendorfer Kollege Professor Dr. Siegfried Wagner erläuterte den neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand zum Bakterium Helicobacter pylori, das häufig für Magenbeschwerden und Magenkrebs verantwortlich ist. Die Magen-Darm-Grippe sinnvoll zu diagnostizieren und zu therapieren war das Thema von Dr. Reinhard Schneider (München). Dr. Emina Halibasic (Wien) berichtete, wie anspruchsvoll die Diagnose von Lebererkrankungen ist, die durch Störungen des Abflusses der Gallenflüssigkeit hervorgerufen werden können.

Privatdozent Dr. Holger Seidl aus München legte den Fokus auf die richtige Betreuung von Patienten, die mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen konfrontiert sind. Aus Augsburg war Dr. Georg Braun nach Freising gekommen, um über besondere Risikosituationen bei Blutungen im Verdauungstrakt zu informieren. Die Fortbildung endete mit Fallvorstellungen besonderer Erkrankungsbilder durch die Oberärzte Dr. Astrid Lichius-Brich, Dr. Philipp Thies und Dr. Nikolaus Lukas aus der gaststroenterologischen Abteilung des Klinikums Freising.

Im Anschluss an die Fachvorträge nutzten viele der Teilnehmer die Gelegenheit, mit den Experten ins Gespräch zu kommen. Besonders die anschauliche und gut verständliche Vermittlung der Inhalte wurde dabei von zahlreichen Gästen gelobt. Das Freisinger Kolloquium hat sich in über 25 Jahren zu einer festen Größe in der internistischen Fortbildung im nördlichen Oberbayern etabliert.