Schwerpunkte


Orthopädische Chirurgie

  • Endoprothetik von Hüfte, Knie und Schulter
  • Arthroskopische Operationen am Knie
  • Meniskus, Kreuzband, Knorpel
  • Autologe Knorpelzelltransplantation und Mosaikplastik 
  • Engpasssyndrom der Schulter (Impingement- arthroskopisch und offen)
  • Korrektur von Achsenfehlern, Rotationsfehlern und Längendifferenzen an langen Röhrenknochen
  • Arthrodesen ( Gelenkvertseifungen)
  • Revisionseingriffe (Prothesenlockerungen, Fehlheilungen etc.)
  • Fußchirurgie (Hallux valgus, Hammerzehen, Fersensporn etc.)
  • Handchirurgie ( Karpaltunnelsyndrom-CTS, Dupuytren´sch Kontraktur)

Unfallchirurgie

  • Versorgung frischer Knochenbrüche ( Nägel, winkelstabile Platten, resorbierbare Implantate, Fixateur externe etc.) Versorgung von Sehnen- und Weichteilverletzungen incl. Muskellappenplastiken
  • Fixateur Interne bei frischen Wirbelfrakturen incl. Revision des Spinalkanals
  • Kyphoplastie, Vertebroplastie, septische Knochen- und Weichteilchirurgie

Schwerpunkte im Detail

Der Gelenkersatz von Hüft- und Kniegelenk hat sich zu einem Behandlungsschwerpunkt einwickelt.

Jährlich werden ca. 200 künstliche Hüftgelenke und ca. 120 künstliche Kniegelenke implantiert.

Sämtliche Behandlungsergebnisse werden an die Bayerische Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung gemeldet und dort ausgewertet, der Vergleich mit den Durchschnitt der anderen Kliniken ermöglicht eine gute Übersicht über die Behandlungsqualität.

Degenerative Veränderungen im Bereich der Schulter werden mit allen gängigen Operationsverfahren, von der minimal invasiven Arthroskopie bis zur Endoprothese, versorgt.

Bei immer älter werdender Bevölkerung ist die Versorgung von Verletzungen, insbesondere Frakturen des Oberschenkels und des Oberarmes, aber auch von Wirbelbrüchen bei Osteoporose Schwerpunkt der Notfallversorgung.

Diese Frakturen werden von einem kompetenten Team notfallmäßig, in der Regel noch am Unfalltag, operiert.

Aber auch beim jungen Patienten werden spezielle Behandlungsverfahren angeboten, z.B. kann bei unfallbedingtem Knorpelschaden eine Transplantation körpereigener Knorpelzellen durchgeführt werden. Diese ATC ( autologe Chondrozyten Transplatation) wird nur an speziell hierfür autorisierten Kliniken angeboten



Leistungen

Der Hüftgelenkersatz - heute ein Routineeingriff

Coxarthrose
HüftTEP

In Deutschland wurde 1960 erstmals ein Hüftgelenkersatz implantiert. Heute wird dieser Eingriff hierzulande ca. 200 000 Mal pro Jahr durchgeführt. Es handelt sich mittlerweile um einen Routineeingriff, der in unserem Haus mit großem Erfolg durchgeführt wird. 

Der Verschleiß der großen Gelenke – also die Arthrose - ist zunehmend häufig die Ursache für immobilisierende Beschwerden und führt zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. Sie ist durch kein bekanntes Verfahren heilbar. Der Verlauf der Arthrose kann lediglich verzögert, aber nicht aufgehalten werden. 

Der Gelenkersatz ist keine Option bei ersten Beschwerden im Bereich des Hüftgelenkes. Im Vordergrund stehen zunächst physiotherapeutische und physikalische Behandlungen - auch in Kombination mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten. Werden die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen schlimmer, sollte die Möglichkeit einer Hüftgelenksprothese in Betracht gezogen werden. Sie werden in unserer Sprechstunde ausführlich über die Operation, die Nachbehandlung und die möglichen Risiken informiert. Wir verwenden Implantate der Firma Zimmer, die auf dem Weltmarkt zu den führenden Herstellern zählt.                                      

Seit Jahren ist im Klinikum Freising der Ablauf der Endoprothetik der großen Gelenke standardisiert. Der hohe operative Anspruch wird durch ein erfahrenes und motiviertes OP- Team gewährleistet. Während der stationären Behandlung werden unsere Patienten von eigens geschulten Schwestern und Pflegern versorgt und frühzeitig durch unsere Physiotherapie fachgerecht mobilisiert. Die Weiterbehandlung in einer Rehabilitationseinrichtung im Anschluss an den stationären Aufenthalt wird von unserer Sozialdienst organisiert.

Knieendoprothetik

Knie-TEP a.p.
Knie-TEP seitl

Arthrose, der Verschleiß von Knorpelsubstanz betrifft 10-20 % aller Menschen über 60 Jahre. Gonarthrose, die Arthrose des Kniegelenks, ist immer die Folge von jahrelanger chronischer Knieschädigung. Beim Verdacht auf eine Gonarthrose zeigen sich im Röntgenbild typische Zeichen der Gelenksveränderung. Wenn diese Gelenkserkrankung zu Schmerzen und Einschränkung der Beweglichkeit führt, und konservative Maßnahmen wie Krankengymnastik und Schmerzmittel keine Besserung bringen, kann ein künstlicher Kniegelenksersatz die Lebensqualität wieder deutlich steigern. Alltag und auch ausgewählte sportliche Belastung können wieder schmerzfrei sein.

Die Knieprothese ersetzt die zerstörten Gelenkteile und ahmt die Form und Funktion eines normalen Gelenks nach. Generell kann die Prothese zementfrei bzw. zementiert am Knochen fixiert werden. 

Da meist mehrere Teile des Kniegelenks betroffen sind, ist eine sogenannte Schlittenprothese der häufigste Prothesentyp, da hier alle geschädigten Gelenksteile ersetzt werden. Je nach Schädigung der Bandstrukturen gibt es diese Prothesen gekoppelt und ungekoppelt. Wenn ausschließlich der innenseitige Gelenksanteil geschädigt ist, kann ein einseitiger (=unikondyläre) Oberflächenersatz verwendet werden.

Die Entscheidung, welcher Prothesentyp zum Einsatz kommt wird im Gespräch zwischen Patient und Arzt erörtert und ist immer von mehreren Faktoren abhängig (u.a. Alter, Beinachsen). 

Die Operation selbst ist in Teil- oder Vollnarkose möglich und dauert zwischen 60 und 100 Minuten. Am ersten Tag nach der Operation beginnt die Nachbehandlung durch unsere physiotherapeutische Abteilung.

Schulterprothese

Frakturprothese
inverse TEP
Schulterprothese

Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur in Deutschland führt zu einer Zunahme des Anteils älterer Menschen und der damit verbundenen typischen Verletzungen. So ist die Fraktur des Schultergelenkes zu einer der häufigsten Verletzungen geworden.

Der Anspruch an die Funktion eines Gelenkes ist zu Recht immer größer geworden. Auch ältere Menschen möchten sich im Alltag möglichst selbstständig versorgen können.

So steht inzwischen eine ganze Palette an möglichen Therapieformen für den verletzten Oberarm zur Verfügung, um individuell angepasst die bestmögliche Versorgung wählen zu können. Dies beginnt bei der konservativen Therapie, geht über die Rekonstruktion des Oberarms mittels Platte oder Nagel bis zum Ersatz durch eine Prothese. Für die meisten Frakturen ist es heutzutage möglich das Implantat über einen minimalen Zugang einzubringen. Kombiniert mit einer individuellen Schmerztherapie wird frühzeitig nach der Operation mit der Bewegungstherapie begonnen.

Bereits in jüngeren Jahren kann es zu Rissen in der Muskelmanschette des Oberarmkopfes kommen, auch die Luxation des Schultergelenkes tritt häufiger auf. Hier kommen rekonstruktive Operationsverfahren zum Einsatz.

Kyphoplastie

seitl., Aufrichtung –Ballon
Lendenwirbelkörper-Fraktur nach Kyphoplastie
a.p.Ballonkatheter
Lendenwirbelkörper-Fraktur vor Kyphoplastie

Insbesondere bei älteren Menschen die unter einer Osteoporose leiden, treten vermehrt Knochenbrüche auf. Dies betrifft auch die Wirbelsäule und führt dann zu einer mitunter sehr schmerzhaften Wirbelkörperverformung.

Früher war bei diesen Verletzungen regelhaft eine längere Bettruhe erforderlich.

Heutzutage haben sich Verfahren etabliert bei denen im Rahmen einer minimalinvasiven Operation der gebrochene Wirbelkörper mit einem speziellen Knochenzement stabilisiert wird.

Bei dem in unserem Hause angewandten Verfahren wird über einen kleinen Hautschnitt ein Ballon in den Wirbelkörper eingeführt und aufgeblasen. Der entstandene Hohlraum wird mit einem Knochenzement aufgefüllt und der Wirbelkörper dadurch stabilisiert.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass das Risiko eines Knochenzementaustritts aus dem Wirbelkörper sehr gering ist. Dieser könnte nämlich zu Komplikationen führen.

Im Idealfall kann der Wirbelkörper durch den Ballon sogar wieder aufgerichtet werden.

Die Firma Medronic® liefert ihr Instrumentarium nur an speziell geschulte Ärzte und wir wenden dieses Verfahren bereits seit 10 Jahren erfolgreich in unserem Hause an.

Knorpelzelltransplantation (ACT)

Knorpeldefekt
Transplantierte Knorpelzellen

Die autologe Chondrozyten-Transplatation (Transplantation körpereigener Knorpelzellen) ist eine Methode, bei der einem Gelenk Knorpelzellen entnommen werden, welche dann nach Anzüchtung und Vermehrung im Labor, wieder zurück in das Gelenk eingebracht werden, um damit einen Knorpeldefekt zu decken. Die Methode wird beim jungen Patienten mit einem lokal begrenzten, unfallbedingten Knorpeldefekt durchgeführt. Der Defekt sollte dabei einen Durchmesser unter 25 mm haben, der umgebende Gelenkknorpel muss unverletzt und gesund sein. Nur auf diese Art lässt sich ein hyaliner Gelenkknorpel wiederherstellen. Beim altersbedingten, degenerativen Knorpelschaden kommt dieses Verfahren nicht zur Anwendung.

Es handelt sich dabei um ein Spezialverfahren, für das nur bestimmte Operateure zugelassen sind.

Prof. Holzmüller besitzt diese Zulassung. Da die Methode einer sehr strengen Indikationsstellung bedarf, werden nur wenige, ausgewählte Fälle im Jahr behandelt.

Behandlungsschwerpunkt Hüftgelenkersatz

Qualitätssicherung im Klinikum Freising:

Um eine hohen Standard bei der Hüftendoprothetik zu gewährleisten, werden sämtliche Patienten, die mit einer Hüftendoprothese versorgt werden, von den bayerischen Kliniken gemeldet und in einer zentralen Datenbank erfasst. Dort erfolgt eine vergleichende Auswertung sämtlicher bayerischer Kliniken anhand standardisierter Parameter.

Diese Daten werden jährlich erfasst, auf den folgenden Seiten können sich Patienten und Angehörige über die letzten Ergebnisse im Klinikum Freising aus dem Jahr 2010 informieren:

Im Jahr 2010 wurden im Klinikum Freising 146 Hüftendoprothesen bei Arthrose im Hüftgelenk implantiert. Der Durchschnittswert der bayerischen Kliniken lag bei 115 Operationen.

Nach Auswertung der bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung fand sich im Klinikum Freising im Jahr 2010 anhand der festgelegt Kriterien bei 98,7 % der Patient eine regelrechte Indikationsstellung. Im bayerischen Durchschnitt lag dieser Wert bei 88,6 %.

Postoperative Beweglichkeit: Im Rahmen der Qualitätssicherung wird eine Beugefähigkeit von mindestens 70° und eine volle Streckung im Hüftgelenk bei Entlassung aus der Klinik gefordert. Dies wurde bei allen Patienten 2010 erreicht. Im bayerischen Durchschnitt gelang dies nur bei 97,6 % der Patienten.

Postoperativer Wundinfekte,  Hämatome, Serome, sowie die Anzahle der Revisionseingriffe lagen im Bereich des Durchschnitts der anderen bayerischen Kliniken.

Sämtliche erhobenen Messparameter lagen im von der bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung vorgegebenen Referenzbereich.

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F 08161 24 - 3099

Klinikum Freising GmbH
Gemeinnützige Krankenhaus-
gesellschaft des Landkreises Freising
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Technischen Universität München

 

 In Kooperation mit dem Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

 

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