Chronik

Das erste Krankenhaus in Freising wurde bereits 1705 gegründet. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts existierten mehrere Krankenhäuser gleichzeitig. Die Versorgung von Patienten der kreisfreien Stadt Freising wurde durch das Städtische Krankenhaus an der Kammergasse übernommen. Patienten aus dem Landkreis wurden im Distriktkrankenhaus an der Mainburger Straße behandelt. Erst 1974 konnten beide Krankenhäuser vereint werden, so dass ein Krankenhaus für die Versorgung der gesamten Bevölkerung des Landkreises und der Stadt Freising zuständig ist.

Krankenhaus an der Kammergasse (Städtisches Krankenhaus) und Krankenhaus an der Mainburger Straße (Distriktkrankenhaus)

1834 Errichtung des städtischen Krankenhauses an der Kammergasse

Die Errichtung eines neuen Krankenhauses wurde nötig, da das vorhandene Krankenhaus an der Landshuter Straße (errichtet 1705) dem Militär zur Nutzung übergeben wurde. Das neue städtische Krankenhaus war zu dieser Zeit eine der größten und modernsten Krankenanstalten Bayerns. Allein die Baukosten betrugen 33.000 Gulden.
1860 Gründung eines Distriktkrankenhauses

Ein Gesetz verpflichtete den Distrikt Freising (Vorläufer des heutigen Landkreises), ein eigenes Krankenhauses zur Versorgung der Bevölkerung des Distrikts zu errichten.
1860-1884

Aus Geldmangel konnte der Distrikt kein eigenes Krankenhaus bauen. Deshalb wurde das Distriktkrankenhauses Freising im städtischen Krankenhaus an der Kammergasse mit untergebracht. Das Distriktkrankenhaus durfte Bade- und Leichenzimmer kostenlos mitbenutzen, Beheizung und Reinigung mussten selbst übernommen werden. Eine Mitbenutzung der vorhandenen chirurgischen Instrumente wurde vom Stadtmagisterrat abgelehnt.

Dem Distriktkrankenhaus reichten schon bald wegen des großen Patientenandrangs die zur Verfügung stehenden Räume nicht mehr aus.

1884

Umzug des Distriktkrankenhauses in ein eigenes Gebäude an der Mainburger Straße

Der Distrikt erwarb 1882 das Wohnhaus Nr. 706 an der Mainburger Straße von einem Freisinger Holzhändler und Landwirt. Zu dem Gebäude gehörten auch Hofraum und Garten. In zwei Jahren wurde das Gebäude provisorisch umgebaut, Räume und Ausstattung blieben sehr einfach. Die insgesamt 15 Krankenzimmer waren in verschiedenen Gebäudeteilen untergebracht, die nicht miteinander verbunden waren. 1908 wurde ein neuer Flügel angebaut, um zusätzliche Betten unterzubringen.

1945 Umwandlung des Städtischen Krankenhauses an der Kammergasse zum chirurgischen Krankenhaus
1955-1956

Stadt und Landkreis Freising gründen einen Krankenhauszweckverband.

Ziel des Verbands ist es, ein gemeinsames Krankenhaus für die Stadt und den Landkreis zu errichten. Das Vorhaben scheitert, der Verband wird 1956 wieder aufgelöst.

1958 Nach dem Scheitern des Zweckverbands errichtet der Landkreis innerhalb von zwei Jahren einen Neubau an der Mainburger Straße. 1958 kann das neue Kreiskrankenhaus darin seine Tätigkeit beginnen. Das alte Haus von 1884 wird für Patienten geschlossen. Die Stadt baut zur gleichen Zeit ihr chirurgisches Krankenhaus um und gestaltet es modern aus.
1963 Nach Vorlage eines neuen Gutachtens entschließen sich Stadt und Landkreis erneut, durch Gründung eines Zweckverbands ein gemeinsames Kreis- und Stadtkrankenhaus Freising zu errichten und zu betreiben. Das bisherige Kreiskrankenhaus an der Mainburger Straße - nun das „Bettenhaus 1" - soll modernisiert und erweitert werden - durch den Neubau von Bettenhaus 2 und 3. Die Arbeiten beginnen 1967.
1972 Durch die kommunale Gebietsreform verliert die Stadt Freising ihre Kreisfreiheit und wird dem Landkreis eingegliedert. Damit kann der Zweckverband aufgelöst werden.
1974 Fertigstellung aller Bau- und Umbaumaßnahmen an der Mainburger Straße. Das Städtische Krankenhaus an der Kammergasse wird geschlossen.
1993-2003 Umfassende Modernisierung und Erweiterung des Krankenhauses
1996 Umwandlung des Kreiskrankenhauses Freising in die Krankenhaus Freising GmbH
2005 Übernahme der Geschäftsführung durch das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
2009  Bau eines neuen Küchen- und Verwaltungsgebäudes sowie eines Strahlentherapiezentrums