Ein Schlaganfall macht sich durch eine plötzlich auftretende neurologische Störung bemerkbar. In den meisten Fällen wird eine Muskelschwäche in Form einer Lähmung festgestellt. Die Beschwerden sind dabei abhängig vom betroffenen Muskel: bei einer Lähmung der Extremitäten kommt es zur Halbseitenlähmung, bei einer Lähmung der Schlundmuskulatur zu Schluckstörungen und verwaschener Sprache, bei einer Lähmung der Augenmuskeln zu Doppelbildern. Weitere häufige Symptome eines Schlaganfalls sind Sprachstörungen, Gesichtsfeldeinschränkungen oder Störungen der Wahrnehmung.
Ein Schlaganfall führt zu einer Funktionsstörung in einem Teil des Gehirns. Ursache ist meist der plötzliche Verschluss eines der Blutgefäße, die das Gehirn versorgen. In selteneren Fällen entsteht ein Riss in einem Blutgefäß, der eine Blutung in das Gehirn auslöst. Diese erhöht den Druck auf das Hirngewebe und stört so die normale Funktion.
Die Prognose nach einem Schlaganfall hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen sind Größe und Ausdehnung des betroffenen Gebietes entscheidend. Zum anderen können in der Frühphase eines Anfalls Maßnahmen getroffen werden, die eine günstige Prognose unterstützen. Dazu gehören die engmaschige Überwachung und Behandlung des Blutdrucks, des Blutzuckers, der Herfrequenz, der Sauerstoffversorgung des Blutes sowie die Vermeidung von Komplikationen, beispielsweise einer Lungenentzündung durch Verschlucken von Speiseresten oder Speichel bei einer Lähmung der Schlundmuskulatur.
Die ideale Behandlung bei einem Schlaganfall ist die sogenannte Thrombolyse-Therapie. Durch die gezielte Gabe eines Medikaments wird das Blutgerinnsel aufgelöst, das im Gehirn ein Blutgefäß verschließt. Mit der Behandlung muss spätestens drei Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome begonnen werden. Der Vorteil ist ein deutlich geringeres Risiko für bleibende Lähmungen. Allerdings ist die Therapie nicht für alle Patienten geeignet und darf nur nach strenger Indikationsprüfung angewendet werden. Deshalb führen nur spezialisierte Schlaganfallstationen (wie zum Beispiel die Schlaganfallstation des Klinikums Freising) und Universitätskliniken die Thrombolyse durch.
1. TEMPIS (www.tempis.de)
2. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (www.dgn.org)
3. Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (www.dsg-info.de)
4. Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe (www.schlaganfall-hilfe.de)
5. Kompetenznetz Schlaganfall (www.kompetenznetz-schlaganfall.de)
6. Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Nürnberg (www.schlaganfall-nuernberg.de)
7. Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (www.dmsg.de)
8. Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (www.ligaepilepsie.de/gde.html)
9. Selbsthilfegruppe behinderter und chronisch kranker Menschen in Deutschland (www.selbsthilfe-online.de)