
Unsere Patienten werden plötzlich mit der Mitteilung konfrontiert, dass sie an einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden. Dadurch stellen sich Hilflosigkeit und Verunsicherung ein. Unser wichtigstes Ziel ist, dass unsere Patienten ihr Selbstvertrauen wieder aufbauen, sich die entscheidenden Kenntnisse zum Verständnis der Krankheit und ihrer Behandlungsmöglichkeiten aneignen und so aktiv bei der Wahl und der Durchführung der Therapie mitwirken.
Wir beraten unsere Patienten objektiv und gründlich. Vor dem Start einer Therapie wird immer Einvernehmen darüber hergestellt, welche Ziele unsere Patienten verfolgen und wie wir gemeinsam diese Ziele am besten erreichen können. Entscheidend ist dabei, dass von Anfang an jeder Patient einen zuständigen Arzt hat, der ihn langfristig, partnerschaftlich und verlässlich durch den gesamten Behandlungsablauf begleitet.
Die Krebsbekämpfung mit Medikamenten ist unser Hauptarbeitsfeld. Hier arbeiten wir mit den verschiedensten Methoden und wenden jene Medikamente an, die nach dem gerade aktuellen internationalen Erkenntnisstand die wirksamsten und verträglichsten sind. Gegenwärtig erleben wir eine gewaltige Erweiterung unserer Behandlungsmöglichkeiten, und wir möchten diesen Fortschritt für unsere Patienten in optimaler Weise nutzen. Manchmal ist es nicht zu vermeiden, dass die Behandlung belastend, eingreifend oder kompliziert abläuft. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn wir uns von diesem Verfahren eine deutliche Steigerung der Heilungschancen versprechen können. Hier ist nachhaltige Motivationsarbeit gefragt, die wir gerne leisten.
Jede erdenkliche Behandlungsmöglichkeit mit Tumormedikamenten, die erfolgversprechend erscheint, wird bei uns angewendet. Auch ungewöhnlichen Behandlungsverfahren stehen wir offen gegenüber, wenn sich ihre Wirkung gut nachweisen lässt. Im Zweifelsfall setzen wir uns bei den Krankenkassen auch für die Übernahme der Kosten von Medikamenten ein, welche in der Europäischen Union noch nicht zugelassen sind, obwohl sich ihre überlegene Wirkung in anderen Ländern schon eindeutig bewährt hat. Durch unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kassen gelingt es auch zumeist, für den Import dieser Medikamente eine entsprechende Zusage zu erhalten.
Wenn für die bestmögliche Diagnostik oder Behandlung spezielle Verfahren angewendet werden müssen, die nur außerhalb der Klinik zu erhalten sind, stellen wir die erforderlichen Kontakte her, damit unsere Patienten dort ebenso persönlich wie bei uns weiterbehandelt werden.
Den Patienten am Klinikum bieten wir neben der Anti-Tumor-Behandlung ein umfassendes Angebot zur Linderung der weiteren Belastungen. Ärzte und Pflegeteam sind darauf eingestellt, diese Schwierigkeiten frühzeitig anzusprechen und Hilfe anzubieten. Um hartnäckige Schmerzen oder andere Behinderungen wie Schwellungen der Gliedmaßen, Schluckstörungen, Luftnot, Mundtrockenheit, Husten, Durchfall oder Heiserkeit zu lindern, arbeiten wir eng mit Anästhesisten, Lymphangiologen, Palliativmedizinern und Logopäden zusammen. Zur Förderung der körperlichen Fitness und um Folgeerkrankungen zu vermeiden werden physikalische Therapie, aerobes Training und Komplementärmethoden angeboten. Bei seelischen Problemen wie Angst und Depression betreuen professionelle psychoonkologisch geschulte Psychologen und Therapeuten und Seelsorger unsere Patienten.
Zur Unterstützung der Patienten auf der Station wird die Pflege von speziell ausgebildetem und ebenso stark auf die körperliche und seelische Stabilität unserer Patienten orientiertem Fachpersonal übernommen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Patienteninformation Onkologie.pdf | 556.14 KB |