In der Abteilung für Kardiologie/Pulmologie werden sämtliche unklaren Brustkorbbeschwerden abgeklärt und behandelt. Herz und Lunge stehen in engem Zusammenhang, oft machen sich Erkrankungen des einen Organs durch Beschwerden des anderen Organs bemerkbar. So entsteht zum Beispiel bei Herzschwäche ein Blutrückstau auf die Lunge, der sich zunächst durch Kurzatmigkeit äußert. Umgekehrt kann eine chronische Lungenentzündung Rückwirkungen auf das Herz haben und die Patienten suchen den Arzt wegen vermeintlicher Herzbeschwerden auf. Deshalb ist die Zusammenlegung von Kardiologie und Pulmonologie in einer gemeinsamen Schwerpunktabteilung ein entscheidender Vorteil für Diagnostik und Therapie.
Durch die Ausrüstung mit allen erforderlichen Geräten und die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter kann die Abteilung das gesamte Spektrum der modernen Kardiologie anbieten. Eine Verlegung in andere Fachkliniken ist nur noch selten erforderlich.
Am Anfang der technischen Untersuchungen wird eine Ultraschalluntersuchung des Herzens sowie eingehende Lungenfunktionsdiagnostik durchgeführt. Zur Abklärung unklarer Atemwegserkrankungen wird die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) bzw. bei Rippenfellerkrankungen die Thorakoskopie (Brustkorbspiegelung) eingesetzt.
Kernstück der kardiologischen Diagnostik und Therapie ist der 1999 in Betrieb genommene digitale Herzkatheterplatz.
Die Herzkatheter-Untersuchung ist die genaueste Methode, um Verengungen der Herzkranzgefäße zu diagnostizieren. Eine dünne Plastiksonde wird bis zu den Herzkranzgefäßen eingeführt und anschließend ein Kontrastmittel eingespritzt. Liegen Verengungen vor, kann sofort eine Behandlung erfolgen („Interventionelle Behandlung"). Dabei wird das verengte Gefäß wird durch einen Ballon geweitet und anschließen meist eine Gefäßstütze („Stent") eingebaut, um die Dehnung dauerhaft zu erhalten. Besonders beim frischen Herzinfarkt kann so die Überlebenschance deutlich erhöht werden.
Der Einsatz des Herzkatheters ist durch eine Koronarbereitschaft rund um die Uhr gewährleistet. Damit bieten wir unseren Patienten eine hoch spezialisierte und wirksame Behandlungsmöglichkeit.
Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung für innere Medizin II ist die Implantation von Herzschrittmachern. Auch automatische Defibrillatoren und Dreikammer-Schrittmacher zur Behandlung schwerer Herzschwäche werden eingesetzt.

Für die Intensivmedizin steht eine hochmoderne, hell und freundlich eingerichtete interdisziplinäre Intensivstation zur Verfügung. Speziell ausgebildete internistische Intensivmediziner und erfahrene Anästhesisten sind jederzeit anwesend. Durch die fachliche Zusammenarbeit kann auch in schwierigsten Situationen eine qualitativ hochwertige Behandlung gewährleistet werden. Je nach Erkrankungsbild werden die im Hause tätigen Spezialisten für Gastroenterologie, Nephrologie, Hämatologie/Onkologie und Neurologie hinzugezogen.
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| Für Angehörige von Intensivpatienten.pdf | 209.65 KB |